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zur Vergangenheit: 1923 erhielt Bansin als
erstes deutsches Seebad die Freibadeerlaubnis. Das, was wir heute als
selbstverständlich ansehen, sprich: sich offen in Badeklamotten
irgendwo am
Strand aufzuhalten und an jeder beliebigen Stelle ins kühle Nass
einzutauchen, war also vor 100 Jahren noch nicht gestattet. Ab
1923 musste man sich in Bansin nun nicht mehr in den engen Strandbadeanstalten drängen. Nun tummelten sich Hochadel,
Großindustrielle, alle anderen betuchten und auch die weniger namhaften Gäste
Bansins am breiten, langen und feinsandigen Strand im schicken,
teilweise knielangen Badeanzug und genossen ohne Umweg das gesundheitsfördernde
Bad im offenen Meer (siehe auch die Rubrik historisches
Badewesen).

Alles, was ein mondänes Seebad ausmachte,
war damals schon in den 20iger Jahren vorhanden. Nur für den
geistlichen
Beistand war noch nicht gesorgt: Bansin, das damals so großen
Wert darauf legte, nur christliche deutsche Urlauber zu
beherbergen, erhielt erstaunlicherweise erst 1939 seinen eigenen
Kirchbau. Wie alle anderen Gebäude überstand auch die neue
Kirche den folgenden Weltkrieg unbeschädigt, unter anderem auch
deshalb, weil das Seebad am 5. Mai 1945 den Russen kampflos
übergeben wurde.
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